Die Schulleitungsteams aus dem ev. Schulbund waren am 15. u. 16. April zu Gast im Oberlinhaus in Freudenstadt und wurden vom Direktor Hans- Hennig Averbeck [links -Bildmitte] herzlich begrüßt.

Schulleitungsteams diskutieren Flüchtlingsintegration 

Am 15. Und 16. April  trafen sich Vertreter der Schulleitungen  zur diesjährigen Frühjahrstagung im  Oberlin-Haus in Freudenstadt.
Unter dem Generalthema  Schule und Diakonie  ging es um die aktuellen Herausforderungen der Unterbringung und Beschulung von Flüchtlingskindern und Jugendlichen.  

Hans-Hennig Averbeck, der Leiter des Hauses, gab einen Überblick über das breite Angebot an Sozialpädagogischen und Sozialpflegerischen Schulen, Berufsfachschulen und Berufsoberschule samt Internat. Ein idealer Ort für das Tagungs-Thema.
Erfrischend konstruktiv  berichteten die Lehrerinnen  Beatrice Reiner und Sonja Finkbeiner-Mundinger von ihrer Arbeit in den zwei UMA-Gruppen (unbegleitete minderjährige Ausländer).
Das Gelingende stand dabei im Mittelpunkt. Konkrete Fallbeschreibungen der Arbeit in den ersten Wochen mit den Jugendlichen aus Afghanistan, Syrien und Pakistan machten deutlich, dass Sensibilität und Haltung der Lehrer und Erzieher die  entscheidenden Voraussetzungen für erfolgreiche Integration sind.  Die Herausforderungen interkultureller Kommunikation und die Beachtung kultureller Besonderheiten wurden nicht als Hindernis beschrieben, vielmehr als Trainingsfeld und schließlich eine Bereicherung für wachsende Lehrer-kompetenz.

Es ging in den beiden Tagen deshalb kaum um Fragen der materiellen Ressourcen wie Ausstattung oder Finanzierung – und der hier zu erwartenden Klagen über Defizite.

Auch im Bericht der Verwaltungsleiterin Beate Gernsheimer wurde deutlich, dass die gelingende pädagogische und psychologische Arbeit vor allem vom Engagement der Mitarbeiter abhängt.

Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Leiter der Diakonie Württemberg, schlug in seinem Beitrag am zweiten Tag den Bogen zum Luther-Jubiläum und betonte den diakonischen Aspekt der Reformation:   Sie war die grundlegende Kirchen- und Gesellschaftsveränderung hin zur Teilhabe Aller, sie öffnete den Bildungshorizont und schuf Barrierefreiheit. Und diese diakonischen Elemente seien auch heute wieder Grundvoraussetzung für gelingende Integration.

Conclusio der Tagung:
Evangelische Schulen können Ort der Ressource für alles pädagogische Arbeiten sein, wenn es gelingt, den diakonischen Aspekt ins Zentrum zu stellen.  

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